Corona-Pandemie ohne negative Auswirkungen auf die Wohnungsmärkte

Dem Report „Residential Investment 2020/2021“ des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International zufolge ist Deutschland einer der sichersten und solidesten Wohnungsmärkte in Europa. Kaufpreise und Mieten haben in den meisten Metropolen weiter zugelegt.

42 deutsche Städte hat Colliers International für den Report „Residential Investment 2020/2021“ analysiert und bewertet. „Deutschland ist einer der sichersten und solidesten Wohnmärkte in Europa – auch in einer Zeit, die durch COVID-19 bisher nicht gekannte Unsicherheiten aufwirft“, so das Fazit des Immobilienberatungsunternehmens. 9230 Wohn- und Geschäftshäuser mit einem Transaktionsvolumen von 20,63 Milliarden Euro wurden demnach 2019 verkauft, damit lag das Volumen 4,1 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Mehr als eine Milliarde Euro Geldumsatz entfiel auf die Städte Berlin (4,82 Milliarden Euro), München (1,99 Milliarden Euro), Hamburg (1,93 Milliarden Euro), Frankfurt (1,43 Milliarden Euro) und Köln (1,08 Milliarden Euro). Abgesehen von Berlin war in diesen Städten das Transaktionsvolumen zudem höher als im Vorjahr.
Den stärksten Anstieg des Umsatzvolumens verzeichneten laut Colliers die Städte Aachen (132 Prozent auf 414,6 Millionen Euro), Fürth (79,2 Prozent auf 119,2 Millionen Euro) und München (77,2 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro). Das sei ein deutliches Indiz dafür, dass aufgrund der attraktiveren Renditen und des größeren Entwicklungspotenzials auch sekundäre Standorte an Attraktivität für Investments gewinnen und in den Fokus von Investoren kommen. Überdurchschnittliche Steigerungsraten des Transaktionsvolumens habe es zudem in den Rhein-Main-Standorten Offenbach, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt gegeben.

Aus Sicht des Immobilienberatungsunternehmens hat die Corona-Pandemie bisher keine negativen Auswirkungen auf die Wohnungsmärkte. Dem Report zufolge lagen die Neuvermietungsmieten zur Jahresmitte 2020 mit Ausnahme von Berlin in allen Top-7-Städten im Durchschnitt um zwei Prozent höher als zum Jahresende 2019. Preistreiber seien hier nicht zuletzt die Kosten im Wohnungsbau. Deutschland verzeichne hier mit 2,3 Prozent jährlich den stärksten Kostenanstieg in den vergangenen zehn Jahren; das Mittel liege in Europa bei 1,7 Prozent.

Colliers weist darauf hin, dass der Wohnungsneubau tendenziell der Nachfrage folgt. Städte mit hohem Einwohner- und Haushaltswachstum weisen demnach mehr Neubauten pro 1000 Haushalte auf als Städte mit schwächerem Wachstum. In Deutschlands Top-7-Metropolen seien in den vergangenen fünf Jahren rund 337.500 neue Haushalte entstanden, während zeitgleich circa 217.500 Wohnungen neu gebaut wurden. An der Spitze liegen hier Ingolstadt und Potsdam mit rund 17 bis 18 Neubauwohnungen je 1000 Haushalten, gefolgt von Regensburg, Oldenburg und Frankfurt mit 10 bis13 Neubauwohnungen. 


Erstellt von (Name) E.R. am 30.10.2020
Geändert: 02.11.2020 10:17:59
Autor:  Petra Hannen
Quelle:  Colliers
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Dmitriy Shironosov
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