Preise für Bauland gestiegen

Wohnimmobilien zur Eigennutzung werden zunehmend unbezahlbar, auch der Mietwohnungsbau wird immer unrentabler – das geht aus einer neuen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR) hervor.

Wer sich heutzutage den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, hat es nicht einfach. Selbst dann, wenn man in den Mietwohnungsbau einsteigen will, reicht das sprichwörtliche benötigte Kleingeld längst nicht mehr aus. Denn Bauland wird in Deutschland immer teurer, ganz gleich, ob in der Stadt oder auf dem Land.

Was gute Grundstücksdeals so schwierig macht – Das sagt das BBSR


Laut BBSR sind die Preise für Bauland in den letzten fünf Jahren im gesamten Bundesgebiet durchschnittlich um 27 Prozent gestiegen. Von 129 Euro ging es auf 164 Euro pro Quadratmeter. Betrachtet man nur die Großstädte, so legte der  Quadratmeterpreis um 33 Prozent zu auf nunmehr 350 Euro. Das bezahlen Sie heute für unbebaute Grundstücke:
  • In städtischen Kreisen stiegen die Preise um 19 Prozent. Statt 132 Euro pro Quadratmeter müssen Sie fortan durchschnittlich 156 Euro pro Quadratmeter berappen.
  • In ländlichen Kreisen ging es für die Grundstückspreise um 20 Prozent nach oben.

Bezahlte man 2011 noch 64 Euro pro Quadratmeter, so sind es heute 78 Euro. Steigende Grundstückspreise bestimmen besonders in den Wachstumsregionen die Erwerbs- oder Erstellungskosten, so das BBSR. Wohnimmobilien werden damit immer
teurer, und das merken auch Mieter. Hohe Baulandpreise treiben die Mieten im Neubau schon mal auf 14 bis 16 Euro je Quadratmeter. Bezahlbare Mieten rücken damit in die Ferne. Seit 2007 hat sich das Preisniveau von unbebauten Grundstücken zur individuellen Bebauung nach und nach erhöht. In jedem Jahr stieg es 
  • in den städtischen und ländlichen Kreisen um ein bis zwei Prozent
  • in den kreisfreien Großstädten um 4,5 Prozent

Die Auswirkungen der steigenden Grundstückskosten


Kein Wunder, dass bei all den steigenden Preisen die Transaktionszahlen von Grundstücken zur Eigenheimbebauung zurückgehen – zumindest in den Städten. In den Großstädten werden bis zu 30 Prozent weniger Käufe abgeschlossen. Da die Preise auf dem Land für die meisten Menschen gerade noch bezahlbar sind, nahmen hier die Käufe in den letzten fünf Jahren leicht zu. Die steigenden Kosten beim Erwerb eines Grundstücks haben auch Einfluss auf die Art und Weise, wie Menschen in Deutschland wohnen. Der Verwertungsdruck ist derart hoch, dass eine aufgelockerte Einzelhausbebauung oft nicht mehr möglich ist. Stattdessen wird dicht an dicht gebaut: Freistehende Einfamilienhäuser werden zur Seltenheit, Doppelhaushälften und Mehrfamilien-Wohnhäuser zur Regel.

Die steigenden Grundstückskosten erschweren zudem die Finanzierung von Wohnungsbauprojekten. Wollen Sie heute den Bau eines Wohn- oder Miethauses finanzieren, so machen allein die Grundstückskosten ein Viertel oder gar ein Drittel der Gesamtkosten aus.

Maßnahmen gegen steigende Preise


Das BBSR stellt in seiner Untersuchung mögliche Maßnahmen vor, die steigenden Grundstückspreise einen Dämpfer geben könnten. Dazu gehören u.a.:
  • Mehr Wohnungsbau
  • Grundstücke stärker aktivieren bzw. Potential für Bebauung stärker ausnutzen
  • Bauland im Außenbereich der Städte schaffen
  • Umwandlung von Nichtwohngebäuden in Wohngebäude
  • Reform der Grundsteuer
  • Familienförderung bei der Eigenheimbildung
  • Förderung, wenn Bestand in ländlichen Regionen erworben wird

Erstellt von (Name) W.V.R. am 04.10.2017
Geändert: 30.05.2018 11:11:05
Autor:  Sandra Janke
Quelle:  BBSR, Haufe.de
Bild:  panthermedia.net / Buchachon Petthanya
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