Verband elektronische Rechnung sieht E-Rechnung als Digitalisierungstreiber

Eine aktuelle branchenübergreifende Befragung des Verbands elektronische Rechnung (VeR) zeigt: Die verpflichtende E-Rechnung verändert die Geschäftsprozesse deutscher Unternehmen bereits heute nachhaltig. Gleichzeitig fehlt vielen Unternehmen noch die notwendige Orientierung beim geplanten digitalen Meldesystem.

An der Online-Umfrage haben im Juni 2026 insgesamt 143 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Beratung und Softwarebranche teilgenommen. Den spannenden Einblick in die Stimmung der deutschen Wirtschaft veröffentlicht der Verband jetzt in einem kompakten Booklet unter dem Titel "Die Schienen sind gelegt".

Die Ergebnisse der Befragung zeichnen ein differenziertes Bild: Während die E-Rechnung von der großen Mehrheit inzwischen als wichtiger Digitalisierungstreiber verstanden wird, bewerten viele Unternehmen den aktuellen Umsetzungsstand kritisch. Gleichzeitig wünschen sich die Befragten deutlich mehr Informationen zur geplanten Einführung eines digitalen Meldesystems.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
  • 92 Prozent der Befragten beschäftigen sich regelmäßig oder täglich mit E-Rechnungen und digitalen Steuerprozessen.
  • 81 Prozent halten Deutschland bei der Umsetzung der E-Rechnungspflicht derzeit für eher schlecht oder unzureichend vorbereitet.
  • 69 Prozent fühlen sich zum geplanten digitalen Meldesystem bislang eher schlecht oder gar nicht informiert.
  • Als künftig wichtigste Übertragungswege werden vor allem Peppol sowie plattformbasierte Lösungen genannt.
Für den VeR bestätigen die Ergebnisse einen Trend, der sich seit Einführung der E-Rechnungspflicht zunehmend abzeichnet. "Die E-Rechnung wird längst nicht mehr nur als gesetzliche Verpflichtung wahrgenommen. Unternehmen erkennen zunehmend ihren strategischen Nutzen für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Gleichzeitig zeigt unsere Umfrage, dass beim digitalen Meldesystem noch erheblicher Informations- und Orientierungsbedarf besteht. Die technische Grundlage ist vorhanden – jetzt gilt es, Unternehmen auf dem weiteren Weg mitzunehmen", sagt Ivo Moszynski, Vorstandsvorsitzender des VeR.

Aus Sicht des VeR unterstreichen die Ergebnisse insbesondere die Bedeutung standardisierter und interoperabler Übertragungswege. Plattformmodelle und Netzwerke, wie Peppol, werden von den Befragten als besonders zukunftsfähig bewertet und bestätigen damit den vom Verband seit Längerem vertretenen Ansatz, auf bestehende Provider- und Plattforminfrastrukturen aufzubauen.
 
Mit der Veröffentlichung des Booklets möchte der VeR einen sachlichen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Einführung eines digitalen Meldesystems leisten und Politik, Verwaltung sowie Unternehmen eine fundierte Einordnung der aktuellen Stimmungslage bieten. Das vollständige Booklet "Die Schienen sind gelegt – Stimmungsbild der deutschen Wirtschaft zu E-Rechnung und digitalem Meldesystem" steht zum Download auf der Website des Verbands elektronische Rechnung (VeR) bereit.


Erstellt von (Name) S.P. am 23.07.2026
Geändert: 27.07.2026 09:12:16
Autor:  S. P.
Quelle:  Verband elektronische Rechnung (VeR)
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Rawpixel
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