Robert-Half-Studie: 43 % der Arbeitgeber planen, ihre Festanstellungen bis Ende 2026 auszubauen

Deutsche Unternehmen investieren trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit weiterhin in Fachkräfte. Das zeigt eine aktuelle Studie von Robert Half, einem spezialisierten, globalen Anbieter von Personallösungen. Die Befragung von 500 Personalverantwortlichen in Deutschland zeigt, dass mehr als vier von zehn Befragten (43 %) planen, ihre Festanstellungen bis zum Jahresende auszubauen. 26 % rechnen mit einer Ausweitung der Arbeitnehmerüberlassung, und 36 % beabsichtigen, die projektbasierte Beauftragung selbstständiger Ressourcen zu erhöhen. Dies unterstreicht den anhaltenden Fokus auf personelle Flexibilität.

Die Ergebnisse zeigen, dass der deutsche Arbeitsmarkt insgesamt stabil bleibt, Unternehmen bei Einstellungen jedoch zunehmend selektiver vorgehen. Der Fokus liegt auf Funktionen, die zu Widerstandsfähigkeit und Produktivität von Unternehmen beitragen und spezialisierte technische Kompetenzen erfordern. Besonders gefragt sind Fachkräfte in den Bereichen Cyber- und IT-Sicherheit, Daten und Analytics, Finanzplanung und Analyse, Buchhaltung und Controlling, Risikomanagement und Compliance sowie im administrativen Bereich und Kundenservice.

"Deutsche Unternehmen konzentrieren ihre Einstellungsaktivitäten auf Kompetenzen, die einen direkten Einfluss auf Produktivität, Innovation und Unternehmenserfolg haben", sagte Philipp Weingart, Managing Director Strategic Accounts bei Robert Half Deutschland. "Selbst in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld erkennen Unternehmen, dass der Zugang zu spezialisierten Fachkräften entscheidend ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben und langfristige Wachstumsziele zu erreichen."


Einstellungspläne nach Fachbereich

Die folgende Tabelle zeigt die Einstellungspläne für verschiedene Fachbereiche.

Fachbereich Ausbau der Festanstellung Ausweitung der Arbeitnehmerüberlassung Erhöhung projektbasierter Beauftragung
Finanz- und Rechnungswesen 40 % 27 % 35 %
IT-Bereich 43 % 25 % 39 %
Banken und Finanzdienstleistungen 50 % 29 % 42 %
Kaufmännischer Bereich 39 % 23 % 30 %

Unternehmen investieren in die Personalentwicklung

Um dem anhaltenden Fachkräftemangel und weiteren Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu begegnen, verfolgen Unternehmen einen mehrschichtigen Ansatz. Mehr als die Hälfte der Personalverantwortlichen in KMU (53 %) und Großunternehmen (52 Prozent) nennt die Weiterentwicklung der Belegschaft als zentrale Strategie zur Bewältigung von Personalengpässen.

Darüber hinaus erwarten 42 % der Personalverantwortlichen in KMU eine Verschärfung des Wettbewerbs um hochqualifizierte Fachkräfte. In Großunternehmen planen 37 %, Rollen und Arbeitsweisen neu zu gestalten.

Unternehmen suchen zunehmend nach Kandidaten, die technisches Fachwissen mit kritischem Denken, Kommunikationsstärke und unternehmerischem Urteilsvermögen verbinden. Die Ergebnisse zeigen, dass künstliche Intelligenz (KI) die Art der Arbeit verändert und neue Kompetenzanforderungen entstehen, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften jedoch nicht verringert.

"Technologische Fortschritte verändern die Arbeitswelt grundlegend, ersetzen jedoch nicht den Bedarf an qualifizierten Fachkräften", ergänzte Weingart. "Unternehmen investieren verstärkt in die Personalentwicklung und suchen nach Mitarbeitenden, die technisches Fachwissen mit kritischem Denken, Anpassungsfähigkeit und ausgeprägten Kommunikationsfähigkeiten verbinden. Diese Kompetenzen helfen Unternehmen dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben, während sich Technologien, Erwartungen an die Belegschaft und geschäftliche Anforderungen kontinuierlich weiterentwickeln."

Über die Studie

Die Studie wurde von Robert Half entwickelt und im Mai 2026 von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut durchgeführt. Befragt wurden 500 Personalverantwortliche in Deutschland aus den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, IT, Banken und Finanzdienstleistungen sowie dem kaufmännischen Bereich.


Erstellt von (Name) S.P. am 10.09.2026
Geändert: 11.09.2026 07:54:10
Autor:  S. P.
Quelle:  Robert Half Deutschland
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Wavebreakmedia ltd
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